Branchen und Industrien

Spezielles Branchen-Know-how

Wärmebehandlung und Thermische Prozesstechnik werden in zahlreichen Industrien zur Eigenschafts- und Qualitätsveränderung von Werkstoffen und Bauteilen eingesetzt.

SCHWING verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der individuellen Konstruktion und Herstellung sowie im Betrieb effektiver, energie-effizienter und umweltfreundlicher Ofensysteme. Besondere Kompetenzen und Erfahrungen bieten wir in den folgenden Branchen:

Automobilhersteller

Die signifikante Reduzierung von C02-Emissionen bei Kraftfahrzeugen ist eines der zentralen Ziele der Automotive-Industrie. Neben dem Einsatz von CO2-armen bzw. -freien Antriebssystemen wird in diesem Zusammenhang auch die grundsätzliche Verminderung des Energieverbrauches (Kraftstoff, Strom) angestrebt.

Um dies zu erreichen, werden unter anderem Werkstoffe mit signifikant geringeren spezifischen Gewichten als Stahl entwickelt und eingesetzt wie zum Beispiel Carbon-Verbundstoffe (CfK) oder hochlegiertes Aluminium. Derartige Werkstoffsubstitutionen werden durch ein bionisches Design von Strukturbauteilen ergänzt und unterstützt, wodurch sich zum Bespiel eine Karrosserie wesentlich materialreduzierter als bisher gestalten lässt.

Die zur Herstellung solcher Komponenten verwendeten hochentwickelten Aluminiumlegierungen werden unabhängig vom Formgebungsverfahren (Umformung oder Guß) im Industrieofen auf die erforderliche, eng tolerierte Verarbeitungstemperatur erwärmt (Vorwärmen), um dann eigenschaftsstabil und spannungsarm umgeformt oder in einem Nachfolgeverfahren zum Beispiel in einer Umluftkammer zielgerichtet abgekühlt (Abschrecken) werden.

Zur qualitativen Sicherstellung des Prozesses wird in der Regel die Norm CQI-9 angewandt.

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Automobil-Zulieferindustrie

Als prozessdiversifizierte Branche benötigt die Automobil-Zulieferindustrie eine Vielzahl unterschiedlicher Industrieöfen und Wärmebehandlungsanlagen zum Trocknen von Lacken und Klebeverbindungen, zum Tempern und Härten von Kunststoffen und Verbundwerkstoffen und schließlich zur mannigfaltigen Wärmebehandlung von Metallen und Aluminiumlegierungen wie zum Beispiel zur künstlichen Alterung von Metall- bzw. zum Lösungsglühen von Aluminiumbauteilen.

Bei der Planung Auslegung von diesbezüglichen Wärmebehandlungsanlagen greifen häufig die Vorgaben der DIN EN 1539 für einen sicheren Prozessablauf und für die gefahrlose Ausbringung explosionsgefährlicher bzw. brennbarer Stoffe sowie die die branchenspezifische Norm CQI-9.

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Luft- und Raumfahrtindustrie

In allen Prozessen und Systemen der Luft- und Raumfahrtindustrie finden sich besondere Sicherheitsanforderungen, so auch an die Herstellungsprozesse und -systeme von Werkstoffen, Bauteilen und Komponenten im Flugzeugbau.

Insbesondere bei materialeigenschaftsbildenden Wärmebehandlungsprozessen wird besonderer Schwerpunkt auf die Temperaturgleichmäßigkeit, Systemgenauigkeit und auf die Reproduzierbarkeit der dokumentierten Thermoprozesse gelegt. Diese erhöhten Prozessanforderungen gilt es bereits bei der Auslegung und Umsetzung der Anlagentechnik zu berücksichtigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob mit den Industrieöfen neue Flugzeugkomponenten für die Erstausrüstung hergestellt oder im Rahmen der regelmäßigen Wartungsintervalle entsprechende Komponenten aufbereitet werden.

Die hochpräzise arbeitenden Wärmebehandlungsanlagen von SCHWING erfüllen hierbei unter anderem sämtliche gemäß AMS 2750 einzuhaltenden Genauigkeitswerte und Verfahrensvorgaben wie zum Beispiel bei der Aushärtung von Flugzeug-Außenbauteilen aus Kunst- und Verbundwerkstoffen oder beim Trocknen der Oberflächen- und Korrosionsbeschichtungen von metallischen Bauteilen. Prozesse, bei denen brennbare Prozessgase entstehen, werden durch die Norm DIN EN 1539 sicher gehandhabt.

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Elektrotechnik

(Elektromaschinenbau, Windkraftanlagen)

SCHWING-Industrieöfen gewährleisten hoch effektive, sichere und energieeffiziente Wärmebehandlungsprozesse für sämtliche Anwendungen in der Elektroindustrie. Häufige Anwendungen sind

  • das Härten/Trocknen der vor Feuchtigkeit schützenden Harz-Ummantelung von Kupferwicklungen der Statoren und Rotoren in Motoren bzw. Generatoren sowie
  • das Verkleben von mit Backlack beschichteten Blechen zu ganzen Motor-Komponenten.

Die in der Regel beim Trocknungs-/Aushärtungs-Prozess entstehenden brennbaren Ausgasungen werden hierbei durch die Anwendung der Norm DIN EN 1539 sicher gehandhabt.

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Kunststoff- / Gummi-Industrie

Die Kunststoff bzw. Gummi produzierende und verarbeitende Industrie ist einer der zentralen Lieferanten von Bauteile und Komponenten mit einem sehr großen Einsatzspektrum in allen Arten von Anlagen, Systemen und Branchen. Entsprechend vielfältig und individuell sind die Anforderungen an die Auslegung kunden- bzw. anwendungsspezifischer Ofensysteme.

Industrieöfen werden hier zur Formstabilisierung durch Härten/Trocknen zum Beispiel von Silikon oder Duroplasten und zur Erzeugung einer spannungsarmen Materialmatrix durch Tempern von Acrylglas (PMMA, Plexiglas) und anderen Thermoplasten eingesetzt. Bei den Wärmebehandlungsprozessen zur Formstabilisierung von Kunststoff- bzw. Gummiprodukten entstehen als Reaktionsprodukt unter anderem auch brennbare gasförmige Stoffe, die in SCHWING-Industrieöfen durch die Anwendung der DIN EN 1539 prozesssicher gehandhabt werden.

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Metallverarbeitende Industrie

Im Maschinen und Anlagenbau werden zahlreiche Bauteile und Komponenten aus Kunst- und Verbundwerkstoffen, aber auch aus Stahl, Metall und NE-Metall verarbeitet. Hier gelangen zum Beispiel Industrieöfen und Wärmebehandlungsanlagen zum Erwärmen (Aufschrumpfen), Lösungsglühen (Verfestigen), Spannungsarmglühen (Entspannen) und Anlassen (Blaufärben) zum Einsatz.

Zur Erzielung der spezifischen Materialeigenschaften realisieren die speziell ausgelegten SCHWING-Industrieöfen einen exakten Thermoprozess in einem relativ engen Temperaturfenster und mit ausgezeichneter Reproduzierbarkeit.

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Composite / Verbundwerkstoff

Immer häufiger substituieren Strukturbauteile aus Verbundwerkstoffen wie glasfaserverstärkten Kunststoffen (GfK, GMT/Glasfasermatten) oder carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CfK) bislang eingesetzte Bauteile und Komponenten aus Metall (Stahl), um die positiven Materialeigenschaften verschiedener Werkstoffe erfolgreich miteinander zu kombinieren und vor allem um die hiermit verbundene, mitunter signifikante Gewichtsreduzierung zu nutzen. Das Endprodukt bietet somit eine höhere Energieeffizienz bei gleichzeitig verbesserten mechanischen Eigenschaften (Festigkeit, Zähigkeit, Formstabilität).

So werden zum Beispiel für Tanks von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen CfK-Werkstoffe und für komplexe Sicherheitsprodukte wie Brems- und Kupplungsbeläge entsprechende eigenschaftsbestimmende Faserwerkstoffe eingesetzt.

Bei der Herstellung von Produkten aus Composite bzw. Verbundwerkstoffen finden hauptsächlich Industrieöfen zum Trocknen und Härten (Formstabilisierung, Verfestigung) ihre Anwendung, die gemäß DIN EN 1539 die sichere Handhabung der während des Wärmebehandlungsprozesses ausgasenden brennbaren Stoffen gewährleisten.

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Lack, Beschichtung

In zahlreichen Industrien finden lackierte und anderweitig beschichtete Bauteile Verwendung, deren Oberflächenbeschichtungen einzubrennen, zu härten oder zu trocknen sind.

Die im Wesentlichen zum Korrosionsschutz und/oder aus optischen Gründen verwendeten Oberflächenveredelungen werden in der Regel in einem Nass-, Pulverbeschichtungs- oder Wirbelsinterverfahren auf die Bauteile appliziert.
Die hierbei eingesetzten Trockner bzw. Industrieöfen werden auf das spezifische Auftragsverfahren ausgelegt. So erfolgt bei der Nasslackbeschichtung die Aushärtung der Bauteilbeschichtung durch Trocknen, während bei der Wirbelsinterbeschichtung das Vorwärmen eingesetzt wird.

Die bei der Vernetzung austretenden, brennbaren gasförmigen Stoffe werden durch die Anwendung der DIN EN 1539 sicher gehandhabt.

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Wärmebehandlung: Branchen-Übersicht

Automobilindustrie / Automobil-Zulieferindustrie / Automotive – Baustoff-Industrie – Bergbau- und Minen-Industrie – Chemische Industrie / Chemie – Composite / Verbundwerkstoff-Industrie – Druckguss-Industrie – Elektro-Industrie / Elektronik / Elektromaschinenbau – Energiewirtschaft – Farben- und Lack-Industrie – Felgen-Industrie – Glas-, Emaille- und Keramik-Industrie – Gummi-Industrie – Kunststoff- und Polymer-Industrie – Landwirtschaft- und Tierfutter-Industrie – Luftfahrt / Raumfahrt-Industrie / Aerospace / Aviation – Maschinenbau / Anlagenbau – Medizintechnik – Metallverarbeitende Industrie – Papier- und Zellstoff-Industrie – Pharma-Industrie – Textil- und Faser-Industrie – Windkraft-Industrie

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